Was wäre wenn?

Gleich zu Beginn ein kurzer Flashback:

Corona hat uns auf die harte Tour gezeigt, wie unglaublich schnell Pläne über den Haufen geworfen werden können. Wer bis dato nur einen Plan A für etwas hatte, lernte von jetzt auf gleich umzudisponieren. Hierbei war es egal, ob es um

  • Job (Homeoffice),

  • Schule (Homeschooling),

  • Kinderbetreuung (Schließung der externen Angebote) oder

  • Urlaubsplanung (aus Flugreise wurde Balkonien & Terrassanien) ging.

Ohne lange Vorlaufzeit galt es flexibel unter neuen Bedingungen zu planen. Da es zusätzlich auch immer wieder zu recht spontanen Änderungen der Bedingungen kam, reichte es nicht, nur einen Plan zu schmieden.


Man kann nicht immer alles planen, aber…

Heute möchte ich mit dir den Impuls teilen, warum es wertvoll ist bei jedem deiner Pläne mindestens drei Szenarien zu entwerfen. Diese sollten sein:


  1. BEST CASE – alles läuft perfekt & alle sind happy

  2. NORMAL CASE – das Ergebnis ist absolut okay

  3. WORST CASE – schlimmer geht es fast nicht mehr


Ein Beispiel - im Job

Im ersten Fall entwirfst du ein Szenario, wenn wirklich ALLE Bedingungen perfekt für dich & dein Projekt laufen:

  • BEST CASE - Der Kunde zahlt den höchsten Preis sofort nach Rechnungstellung, es gibt keine Widrigkeiten & alle sind glücklich.

Dann gibt es den Fall, der ein Stück weit näher an der Wirklichkeit ist:

  • NORMAL CASE - Der Kunde handelt einen Rabatt aus, es gibt Lieferverzögerungen & vielleicht sogar eine Retoure bzw. Gutschrift - Business as usual also.

Im schlechtesten Fall läuft wirklich so gut wie alles schief:

  • WORST CASE - Der Kunde kauft nur mit dem größten Nachlass & dem geringsten Preis (= mit der geringsten Marge für dich). Dazu kommt es zu Lieferverzögerungen & der Kunde droht abzuspringen. Du gibst noch mehr Nachlass, aber die Ware kommt in einem so schlechten Zustand beim Kunden an, dass du auch noch Gutschriften erstellen musst.


Ein Beispiel – Privat

Auch im privaten Umfeld gibt es diese unterschiedlichen Möglichkeiten, wie sich Dinge entwickeln können. Nehmen wir als Beispiel den Jahresurlaub:

  • BEST CASE - Du hast deinen Jahresurlaub geplant, er ist gebucht & das Budget wird eingehalten. Du verlebst den tollsten Urlaub den du dir hast vorstellen können – besser geht’s nicht.

  • NORMAL CASE - Es kommt bei der Arbeit etwas dazwischen & der Urlaub muss um ein paar Tage verschoben werden. Das passt auch für den Reiseanbieter, doch der Flug hat bei der Rückreise Verspätung & du kommst einen Tag später als geplant nach Hause – Kleinigkeiten kommen dazwischen, doch nichts Dramatisches.

  • WORST CASE – Manch einer hat genau das leider erlebt: „Corona PLUS“ – Du machst Urlaub im Homeoffice. Du hast keine/kaum Möglichkeiten raus zu gehen, denn die Schwimmbäder, Biergärten & Kleinkunstbühnen sind zu. Einer in deinem näheren Umfeld erkrankt (oder alle?). Die liebevoll im Jahr zuvor selbst geplante Reise war schon bezahlt & deshalb wird das Geld bei deinem Nichtantritt nicht erstattet – schlechter geht es fast nicht mehr, oder?!



Was wäre wenn?

Im Vorfeld mindestens drei unterschiedliche Szenarien zu entwerfen hilft, sich im laufenden Prozess flexibler auf Veränderungen einzustellen. Zusätzlich hat man sich vorher schon einmal Gedanken dazu gemacht, was wäre man hätte den maximalen Verlust zu schultern (Stichwort: Risikoabwägung)?

  • Wäre ein maximaler Verlust tragbar?

  • Wie sähe der überhaupt aus?

  • & wie könnte man sich davor schützen?

Wer immer nur davon ausgeht, dass schon alles gut gehen wird, der schließt niemals eine Reiserücktrittversicherung ab. Wer hingegen immer nur negativ eskaliert, der erlebt nie, was wirklich in ihm steckt & wie wunderbar es sich anfühlt, wenn man ein hoch gestecktes Ziel erreicht - denn er wird seinem Plan meist nicht in die Tat umsetzen.


Es kommt auf die Ausgewogenheit der Möglichkeiten an.


Manche Aufgaben, im Job wie auch im Leben, sind so komplex, dass es einem schwer fällt alle relevanten Aspekte zu berücksichtigen. Andere Aufgaben hingegen sind so trivial, da lohnt es sich nicht groß zu überlegen, ob der Worst Case negative Auswirkungen auf die Existenz haben wird. Doch diesen einen kleinen Moment darüber nachzudenken, wie das für die eigenen Pläne ausschaut, kostet nur diesen einen Moment & verschafft Sicherheit.



Wann lohnt es sich verschiedene Szenarien zu entwerfen?

Sich in der Euphorie der Idee & all der positiven Chancen auch der Risiken bewusst zu werden, hilft geeignete Hilfsmaßnahmen für den Worst-Case zu entwerfen. Wie kann ich mich, andere & auch das Projekt schützen, wenn etwas schief läuft?

Es lohnt sich, auch nur mal den Worst-Case zu entwerfen, wenn

  • das Ziel deutlich in der Zukunft liegt & alle Unwägbarkeiten einen längeren Zeitraum betreffen – gibt Planungssicherheit

  • mein Budget einmal hoch oder über einen längeren Zeitraum mit niedrigeren Beträgen belastet wird – gibt Budgetsicherheit

  • nicht nur ich, sondern auch andere vom Verlauf & dem Ausgang betroffen sind – gibt Sicherheit für die beteiligten Parteien.


Wie sieht es bei dir aus? Erstellst du regelmäßig solche Pläne? Führst du vielleicht privat ein Haushaltsbuch? Denn auch wenn wir im Job meist über (Zeit-) Budgets sprechen, die es einzuhalten gilt, vernachlässigen viele dieses Vorgehen im Privaten. & solltest du zu denen gehören, die eben (noch) kein Haushaltsbuch führen oder den Jahresplaner voll ausnutzten, dann hilft dir ein kurzer faktenorientierter Check der möglichen Verläufe, ob deine Idee wirklich eine sehr gute oder eine sehr risikoreiche ist.


Sprich mich an, wenn du dir vorstellen kannst einen neutralen Begleiter für dein Projekt an deiner Seite zu haben. So ziehst du sorgenfreier in dein eigenes Zuhause, planst dein Sabbatical & deine Weltreise entspannter & deine Familienplanung gibt dir auch langfristig ein zufriedenes Gefühl.


Eine gute Zeit wünscht dir

deine

Christine Schäfer


vom

KOMMUNIKATIONSbuffet


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