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Frauen & ihre Karriere - das wohlformulierte Ziel

Autorenbild: Christine
Christine
vor 2 Tagen
5 Min. Lesezeit

Wieso setze ich Frauen, Karriere & das wohlformulierte Ziel in eine Reihe? Weil es für mich & nach meiner Erfahrung wichtig ist, dass vor allem Frauen sich (für ihre berufliche Tätigkeit) Ziele formulieren, die sie

a) erreichen wollen & können,b) weil sie es verdienen &c) die Ziele attraktiv genug sind, sie im Blick zu behalten.

Vorab etwas zum Thema Ziele

Vermutlich hat jeder von uns schon einmal gehört: Ziele sollen erreichbar & motivieren. Sie sollen einen aber auch herausfordern & sich lohnen, dafür auch eine Extra-Meile zu gehen. Es könnte sein, du hast auch schon mal von smarten Zielen gehört?! Ich gebe zu, als ich vor ein paar Jahren das erste Mal von diesen smarten Zielen hörte, dachte ich als Erstes "DAS soll clever sein?". Ja, ist es. Doch dafür sollten sie nach der SMART-Regel erstellt sein. Diese Regel ist:


S - spezifisch - Was genau soll erreicht werden?

M - messbar - Woran erkenne ich den Fortschritt?

A - attraktiv - Ich sollte es wirklich erreichen wollen

R - realistisch - Es sollte im Rahmen des Möglichen liegen

T - terminiert - Wann startend, wann endend?


Für mich gehört da noch ein "wohlformuliert" oder "positiv" in die Formel, doch smarWt oder smaPrt hört sich einfach nicht so gut an, oder?! Lass´ mich kurz beschreiben, warum dieses Vorgehen grundsätzlich so clever ist:

Will ich beispielsweise mehr Geld von meinem Arbeitgeber für meine Leistungen erhalten, kann ich zu meinem Boss gehen & ganz allgemein sagen "Ich will mehr Geld". Lasse ich das so stehen, & mache es nicht konkreter, ist mein Wunsch schon erfüllt, ich erhalte einen Euro pro Jahr mehr Gehalt. Es ist mehr als vorher. Doch sicherlich nicht das, was ich mir erhofft hatte. Darum lohnt es sich, sein Ziel spezifisch zu benennen:


"Ich will pro Jahr xxxx Euro mehr an Gehalt."


In diesem Fall habe ich eine konkrete Verhandlungsgrundlage & kann den zweiten Punkt - messbar - direkt mit abhaken. Am Ende des Jahres kann ich ausrechnen, wie viel mehr Gehalt ich denn genau erhalten habe.


Natürlich sollte ich nur ein höheres Gehalt verhandeln, wenn dies für mich auch ein attraktives Ziel ist. Würde mich zum Beispiel eine flexiblere Arbeitszeit zu mehr Leistung motivieren, sollte ich dies als Ziel benennen. Oder ein bestimmtes Projekt. Oder...

Mein Ziel muss dabei realistisch sein. Möchte ich pro Jahr 100 % mehr Gehalt erhalten, ist das in den meisten Fällen eher unrealistisch ;) Dass mein Ziel realistisch ist, ist wichtig für meine Motivation. Ich muss es aus eigener Kraft & Anstrengung erreichen können & alle nötigen Ressourcen im Zugriff haben. Ist das noch nicht der Fall, weiß ich, wofür ich als Erstes Sorge zu tragen habe.


In meinem Beispiel oben habe ich bereits einen Zeitraum definiert "...am Ende des Jahres...". Ein smartes Ziel enthält einen Zeitraum, innerhalb dessen es realisiert werden soll. Das ist mit terminiert gemeint. Nur, wenn ich den Faktor Zeit einbeziehe, habe ich die Chance,

  1. mir Meilensteine zu setzen (auf einem längeren Weg),

  2. den Überblick zu behalten, ob & wann ich auf meiner Zielgeraden bin &

  3. zu erkennen, ob sich innerhalb des Zeitraumes Veränderungen ergeben haben, die ich in meinem weiteren Vorgehen berücksichtigen sollte – damit es realistisch bleibt.


Wohlformuliert & positiv:

Ich gebe dir ein weiteres Beispiel für ein ambitioniertes Ziel, sagen wir (hypothetisch): "Ich will im kommenden Jahr einen Marathon laufen" – bin aber derzeit noch absolut untrainiert. In diesem Fall ist es sicherlich hilfreich, Zwischenziele, sogenannte Meilensteine, zu definieren. Also festzulegen, womit ich starte & wie ich meine Leistung steigere:


  1. Das erste Mal 30 Minuten joggen.

  2. Das erste Mal 5 km Laufen.

  3. Der erste 10 km Lauf.

  4. Am ersten Wettbewerb über 10km teilgenommen & ins Ziel gelaufen.

  5. und so weiter...


So bleibe ich über die doch lange Zeit motiviert & erkenne meine Fortschritte oder aber auch Punkte, an denen ich noch nicht so weit bin, den nächsten Schritt zu tun. Hier kommt wieder das Thema „Ressourcen" ins Spiel (siehe oben): Da ich mir konkrete Zwischenziele gesetzt habe, kann ich meinen Trainingsplan in Phasen von Überforderung, Krankheit oder Ähnlichem nachjustieren, um weiterhin mein Ziel – den Marathon – erreichen zu können.

Was ich in vielen Texten, Seminaren & Workshops zum Thema Ziele vermisse, ist die Einladung, das Erreichen dieser Meilensteine zu feiern! Hast du etwas geleistet, dann belohne dich. Sage dir laut & deutlich (& das meine ich ernst: sprich es am besten vor einem Spiegel laut aus & schau dich dabei an)

"Ich bin großartig!

Heute habe ich einen Meilenstein auf meinem Weg erreicht

& bin stolz auf mich!"


Denn wer, wenn nicht ich, darf in diesem Moment stolz & glücklich sein?! :)


Bleibt mir noch mein mitunter wichtigstes Anliegen: die positive Formulierung. Unser Gehirn ist nicht auf das Fehlen von xy programmiert. Wir denken alle (mehr oder weniger) in Bildern & für das Wort "nicht/kein" fehlt dieses Bild. Besonders, wenn es um Ziele geht, ist es sprichwörtlich zielführend, sprachlich meinen Fokus auf das zu richten, was ich tatsächlich erreichen will. Also so nicht:

  • "Ich will auf keinen Fall mehr arbeiten!"

  • "Nicht zuzunehmen wäre schon toll"

  • "Nicht auf der Couch zu liegen wäre schon ein Fortschritt"


sondern wirklich das zu formulieren, was mein Ziel ist:


"Ich will mehr arbeitsfreie Zeit für meine Familie!"

"In den nächsten sechs Monaten werde ich 3 Kilo abnehmen."

"In den nächsten 12 Monaten werde ich Montags, mittwochs & freitags direkt im Anschluss an die Arbeit eine Stunde Sport machen"


Merkst du den Unterschied?& je wohlformulierter & positiver dieses Ziel ist, umso eher wird es mein Mantra, das mich wie magisch anzieht :) Ist dir noch etwas aufgefallen? Das Ziel wurde immer konkreter & eindeutiger. Jetzt müsste 3x die Woche Sport für dich noch ein attraktives Ziel sein...


Frauen & ihre Karriere

Warum schreibe ich diesen Beitrag?

Weil in meiner Wahrnehmung vor allem Frauen sich keine konkreten Ziele für ihr Leben nach der Ausbildung oder dem Studium überlegen. Viele sind froh, wenn sie einen Job finden, den sie „erst mal eine Weile" machen. Hast du einen festen Partner, ist Familienplanung sicherlich auch ein Thema. Hast du keinen festen Partner, steht auch dieses Thema auf der Lebensagenda – nur diffuser & weniger ausgesprochen. Wie schnell gehen die Jahre zwischen 25 & 35 vorbei? Es ist unglaublich, wie viel in diesem Jahrzehnt passiert, auch wenn man nichts Konkretes plant. Meines Erachtens ist es wünschenswert, dass Frauen bei all ihrer Großartigkeit, ihrer Flexibilität & den Möglichkeiten, die sie haben, ihren beruflichen Lebensweg im Blick behalten:


  • Was willst du mit deiner Ausbildung erreichen?

  • Welche Position in welchem Unternehmen?

  • Wie viel Verantwortung – für Menschen oder Budgets?

  • Was genau? Wo genau? Mit wem & wofür?


Wenn du dich das erste Mal mit Zielen für dein Leben beschäftigst, dann starte doch einfach mal mit der Überlegung, was du in den nächsten 12 Monaten für dich erreichen willst.

Wenn ich dir dabei helfen kann – durch eine Zielbestimmung im Coaching zum Beispiel –, dann bin ich als Coach an deiner Seite. Sprich mich einfach darauf an, wenn du dein Ziel noch nicht wohlformuliert & smart auf deinem Visionboard stehen hast.


Liebe Grüße

Christine


 
 
 

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