Nicht immer ist geteiltes Leid, halbes Leid

Aktualisiert: 1. Nov 2019

Früher teilte ich „alles“ mit meiner BF (Besten Freundin).

In Momenten meiner gefühlten Notlage war alleine schon das darüber reden, das Verständnis & Zuspruch zu erhalten, wie ein Trostpflaster. Wie das Bonbon beim Kinderarzt nach dem Impfen. Wie das Schmerz-Wegstreicheln wenn man sich irgendwo gestoßen hat.

Gut für die Seele.

Balsam für das Ego.

Doch häufig wurde dieses Trostpflaster irgendwann bittersüß. Denn natürlich hatte meine BF auch nach unserem "Krisengespräch" weiter Interesse (Mitgefühl, eine Priese Neugierde?!) & meine akute Krise wurde zur Dauerschleife.


Was hat sich bei xy entwickelt?

Wie hat XY auf AB reagiert?

Wie ging es dir mit xy?

"DE erzählte, er hätte mit MN auch mal darüber gesprochen..."


Vermutlich alles fürsorglich gemeint, doch bei manchen Themen wurde es mir zuviel. Denn meine Krise zog sich so unglaublich in die Länge. Irgendwann kam ich zu der Überzeugung: hätte ich manche Gedanken nicht mit meinen mir nahestehenden Menschen besprochen, ich wäre vermutlich schneller wieder aus dem Tal der Tränen gekommen & in einer besseren Stimmung gewesen.

Als mein Vater starb...

... folgte ich meiner neuen Überzeugung.


Für meine Trauerarbeit wollte ich KEINE Freunde bemühen. Da Coaches zu der Zeit noch nicht für Jedermann erreichbar & bezahlbar waren, fand ich eine Psychotherapeutin die sich auf mein Anliegen einließ - als mein Coach & ohne Krankenkassen-Beteiligung (denn es ging ja nicht um eine Therapie).

Bei dem Gedanken, mich mit meiner Trauer, meinem Schmerz, meinen Unsicherheiten meinen Freunden anzuvertrauen, sträubte sich etwas in mir. Ich wollte Selbstbestimmt bleiben. Wollte nicht, das bestimmte dunkle Gedanken zu einem späteren Zeitpunkt in einem anderen Kontext zu mir zurück kommen.


Mit meinem Coach konnte ich all die Dinge besprechen, die mir wichtig waren. Konnte meiner Trauer Raum geben & sie verarbeiten. Mir Ziele für meine nächste Zukunft stecken & das alles in der Sicherheit:


ich kann bestimmen, wann es für mich genug ist.




Mit dieser Erfahrung richtet sich mein BFC - Best-Friend-Coaching an alle, die nicht jedes

Thema (beruflicher oder privater Natur) mit einem Freund besprechen möchten.


In meinen Settings agiere ich eher als Sparringpartner. Ich gebe keine Ratschläge & urteile nicht. In meiner Rolle als systemischer Coach helfe ich meinem Coachee an die für ihn beste Lösung zu kommen.


& jeder Coachee bestimmt selbst, wieviel Zeit & Raum er seinem Thema geben will.

Manchmal reichen zwei oder drei Settings um sich einer Sache bewusster zu werden, seine Gedanken zu sortieren oder eine Entscheidung zu treffen.


Wenn du meinst, du hast ein Thema für das es hilfreich wäre es einmal auszusprechen: nimm Kontakt zu mir auf.


Wie einmal an anderer Stelle erwähnt: als dein Coach habe ich keine Aktien an deinem Leben & somit bleibt dein Thema selbstbestimmt in deiner Hand.


Bis dahin wünsche ich interessante Gedanken & unbeschwerte Gespräche.

Christine





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